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Unwetter und Hochwasseralarm in Herne

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Am Nachmittag – gegen 15 Uhr – ging schon einmal ein Unwetter über Herne nieder. Es blitzte und donnerte fast zeitgleich.

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Was aber um 19 Uhr geschah, gab es in der Form seit Jahrzehnten nicht mehr. Unheilvoll verfärbte sich der Himmel im Abstand von wenigen Minuten.

Farbgebungen durchzeichneten die Wolken, in ungekannter Art und Weise.

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Manche Wolkenformationen sahen aus wie Trickeffekte aus Filmen wie “Der Herr der Ringe” oder “Harry Potter”. Unheilvolle Wände, die sich wie Riesenfäuste nach Häusern streckten und sie zu zertrümmern drohten.

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Blick von den Dächern in Herne-Süd in Richtung Straße des Bohrhammers.

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Dann brach die Hölle los und binnen Minuten hieß es: “Land unter!”.

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In meinem Fall muss man wohl sagen “Keller unter!” Was sonst in einem Monat an Niederschlag festzustellen ist – rund 70 Liter – prasselten am heutigen Tage pro Stunde auf Herne nieder.

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Bei der Feuerwehr gingen die Notrufe zuhauf ein. Verletzte gab es aber nicht zu beklagen. Es blieb – Gott sei Dank – bei Blechschäden und sonstigen Sachbeschädigungen.

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Ein herzlicher Dank geht an die Discount-Ketten ALDI, LIDL und REWE, deren reißfeste Tüten hervorragende Sandsäcke sein können!
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Man sagt ja oft: “Jeder hat eine Leiche im Keller.” Nun, ich muss sagen: Es roch auch so! Ich weiß nicht, ob da jemand seit ein paar Jahren ein paar gut abgehangene Fische gehortet hatte – der Verdacht lag allerdings nahe!

Nach über zwei  Stunden des Sandsackschichtens und Eimerscheppens zog sich das Wasser langsam zurück.

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Nachdem der Keller einigermaßen trocken gelegt war, fuhr ich mit dem Fahrrad los. Das Unwetter hatte überall seine Spuren hinterlassen. Vor vielen Häusern standen Gerätewagen der Feuerwehr. Die Beamten arbeiteten bis an ihre Leistungsgrenzen, pumpten in der Nachbarschaft Keller leer oder schnitten beängstigend tief hängende Äste von den Bäumen, bevor diese weitere Schäden anrichten konnten.

Die Allee an der Flottmannstraße nach dem verheerenden Unwetter:

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In manchen Gärten kapitulierte der ein oder andere stolze Baum – wie hier dieser Pflaumenbaum, der bisher in seinen dreißig oder vierzig Jahren seiner Lebenszeit den widrigsten Wetterkapriolen gestrotzt hatte.

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