Extraschicht 2007

von zwehni

Die ExtraSchicht oder auch als „lange Nacht der Industriekultur“ bekannt, lässt für einen Abend die Ruhrgebietsstädte von ihrer besten, kulturellen Seite leuchten.

ExtraSchicht ist der Name eines jährlichen, jeweils eine Samstagnacht im Juni oder Juli vor industriellem Ambiente stattfindenden Kulturfestivals des ganzen Ruhrgebiets, welches auch unter dem Namen Nacht der Industriekultur bekannt ist. Die Extraschicht wurde in den vergangenen Jahren durchschnittlich von 100.000 bis 150.000 Zuschauern besucht und gilt damit als wichtiger Beitrag für die Bewerbung des Ruhrgebiets zur Kulturhauptstadt Europas 2010.

Quelle: Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Extraschicht

Musik, Theater, Kleinkunst, Kabarett und Performances locken zum siebten Mal in die ehemaligen Kathedralen der Arbeit. An fünf Drehscheiben wird sich das zentrale Geschehen abspielen: im MüGa-Park in Mülheim, am UNESCO-Weltkulturerbe Zollverein in Essen, am Zukunftsstandort Ewald in Herten, im Deutschen Bergbau-Museum Bochum und am Dortmunder Hafen. Alle Spielorte sind durch Shuttle-Busse miteinander vernetzt.

Quelle: ruhr-guide.de, http://www.ruhr-guide.de/rg.php/left/menu/mid/artikel/id/11991/kat_id/51/parent_id/60/kp_id/0/kp_titel/ExtraSchicht%202007%20-%20Nacht%20der%20Industriekultur

Mit dem öffentlichen Personennahverkehr lassen sich bequem, aber zugegebenermaßen nicht gerade stressfrei, die einzelnen Spielorte in den Städten erreichen. Stressfrei deshalb nicht, weil dieses Event hunderttausende magisch anzieht. Zu Recht – wie ich finde. Daher war es an nahezu allen Haltestellen brechend voll.

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Man sieht eindrucksvoll, dass das Ruhrgebiet als einstige Hochburg des Kohlebergbaus und der Schwerindustrie den Strukturwandel hin zu einer modernen Dienstleistungsregion gemeistert hat, ohne seine Wurzeln zu verleugnen.

Wir fuhren am 2. Juni 2007 mit der Bahn nach Dortmund zum Hafen und machten zunächst einige Fotos vom Kanal und dem dort angesiedelten Container Terminal CTD.

Unter dem Motto “Mehr am Kanal” setzt sich erstmalig der Dortmunder Hafen, größter Kanalhafen Europas und moderner Umschlagplatz für Waren und Güter, mit einem großen Hafenfest zur ExtraSchicht in Szene.

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Anschließend besuchten wir das altehrwürdige Dortmunder Hafenamt.

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Vor dem Hafenamt spielte eine kleine Kapelle einige Swing-Lieder.

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Vom Hafen aus ging es, eingequetscht wie die Sardinen, mit dem Bus zum Dortmunder Brauereimuseum. Im festlich gedeckten Hof, genehmigten wir uns erst einmal was vom Grill und steuerten anschließend das kunstvoll illuminierte Museumsgebäude an.

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Das Dortmunder Bier verschaffte der Stadt schon im Mittelalter gute Einnahmen. Kein Wunder, dass das Brauereiwesen die erste der drei industriellen Wurzeln Dortmunds bildet.

Im Jahr 1266 wurde der Gerstensaft in der Westfalenmetropole erstmals urkundlich erwähnt, und eine mehr als 700 Jahre alte Brautradition nahm ihren Lauf, in der Dortmund sogar zur Bierhauptstadt Europas wurde.

Dokumentiert wird diese Historie im Brauerei-Museum, das seit April 2006 seinen Sitz im historischen Maschinenhaus der Hansa-Brauerei hat und auf dem heutigen Gelände der Actien-Brauerei, der letzten aktiven Dortmunder Brauerei, liegt.

ExtraSchicht-Gäste konnten hier den Museumsbesuch mit einer Brauereibesichtigung und einer Bierverkostung ideal verknüpfen.

Zwischen 18 und 1.30 Uhr fanden jeweils 30-minütige Führungen durch die Ausstellung des Museums statt.

Im benachbarten historischen Sudhaus wies ein ebenfalls 30-minütiges Kurzseminar in die Kunst des modernen Bierbrauens ein. Anschließend gab’s Dortmunder Bier, frisch gezapft an der Quelle.

Quelle:

www.extraschicht.de

Pressekontakt:

CP/COMPARTNER, Markt 1, 45127 Essen, Herr Berthold Riering, http://www.extraschicht.de/typo3temp/Kohle__Stahl__Bier_und_mehr_…__br__ExtraSchicht___die_Nacht_der_Industriekultur__in_Dortmund1179938100.txt

Wir standen denn auch staunend in der ehemaligen Brauerei zwischen riesigen Kupferkesseln.
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Von dort aus ging es weiter mit dem Bus in Richtung Lindenbrauerei. Der Bus war dermaßen überfüllt, dass sich zunächst nicht die Türen schlossen. Nachdem man sich aber gezwungenermaßen an verschwitzte, fremde Leiber gepresst hatte, ging es dann doch und wir kamen am Ziel an und betraten ein weiteres Brauereimuseum.

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Wir entschlossen uns, wieder zurück zum Dortmunder Hafen zu fahren und machten dort einige Langzeitbelichtungsfotos.

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Dann begann das eigentliche Spektakel.

Unter der Regie des Künstlers Jörg Rost schlüpften Schauspieler in die Rolle von Hafenarbeitern, Seeleuten, Schmugglern und Zollbeamten und boten mit ihren Walk Acts die ganze Nacht hindurch beste Unterhaltung.

Dazu brachte der Shanty-Chor „Dortmund“, einer der größten Shanty-Chöre Deutschlands, mit seinen Liedern maritimes Feeling an den Kanalhafen.

Unterstützt wurden die mehr als 70 Sänger und Musiker durch ihre Kollegen vom Shanty-Chor „Schönes bleibt“, die im Wechsel spielten.

Mit schrägem Witz, Musikalität und einer perfekt choreografierten Show sorgte zudem die „ultimative Blaskapelle“ aus dem Hamburger Hafen für beste Partylaune.

Die passende Geräuschkulisse zum emsigen Hafentreiben kam ebenfalls aus Hamburg. Dort hatte die Gruppe „Kunstraum EN“ Hafengeräusche aufgenommen und zu einer stimmungsvollen Klang- und Toninstallation vermischt.

Geschmückt wurde der Hafen zur ExtraSchicht von großflächigen Fahnen mit abstrakten und plakativen Motiven, die ungewöhnliche und innovative Fakten rund um den Dortmunder Hafen und die Nordstadt aufgriffen.

Infotafeln erläuterten Details zu den einzelnen Themen. Die Aktion wurde vom Verein 51°NORD, einem Netzwerk kreativer Unternehmer aus der Dortmunder Nordstadt, initiiert.

Seinen krönenden Abschluss fand das Hafenfest mit dem Auftritt des französischen Wassertheaters „Ilotopie“, das mit seinem Programm „Water fools“ eine „Parade der Unmöglichkeiten“ als pyrotechnisches Finale aufführte.

Quelle:

www.extraschicht.de

Pressekontakt:

CP/COMPARTNER, Markt 1, 45127 Essen, Herr Berthold Riering, http://www.extraschicht.de/typo3temp/Kohle__Stahl__Bier_und_mehr_…__br__ExtraSchicht___die_Nacht_der_Industriekultur__in_Dortmund1179938100.txt

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