Zwehns Weblog

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Monat: September, 2008

Geschützt: Renoviersession

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Hannover

Für Freitag und Samstag zog es mich mal in die niedersächsische Landeshauptstadt, in der ein alter Freund von mir und seine Freundin jobbedingt hingezogen sind.

Nach einer recht anstrengenden Fahrt (dichter Regen und Stau) „landete“ ich dann gegen halb sieben im Stadtteil Kleefeld, der in der Nähe des Zentrums liegt.

Nach einer herzlichen Begrüßung wurde ich durch die Wohnung geführt und anschließend mit selbstgemachten Pizzen „gefüttert“.

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen einer Stadtbesichtigung. Was mir auffiel: Hannover verfügt über weitläufige, parkähnliche Grünflächen, in denen man prima spazierengehen kann.

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Überhaupt macht die Stadt insgesamt einen sehr entspannten Eindruck. Von Hektik – wie man sie von Berlin vielleicht kennt – keine Spur.

In einem dieser Parks liegt das Wilhelm-Busch-Museum.

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Von dort aus sind wir dann mit der Straßenbahn zurück in die Innenstadt gefahren. Von der pittoresken Altstadt sind durch die Bombardements im zweiten Weltkrieg nur noch einige wenige Straßenzüge gut erhalten. Und die können sich wirklich sehen lassen.

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Was mich mal interessieren würde: Wem ist die Idee gekommen, an der evangelisch-lutherischen Marktkirche St. Georgii et Jacobi ein antichristliches Pentagramm anzubringen?

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Die Kirche im Inneren ist wirklich sehenswert.

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Von der Altstadt ging es dann vorbei am niedersächsischen Landtag und durch einen idylischen Park zu Fuß zum Maschsee.

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Am Maschsee haben wir uns dann erst einmal auf eine Pommes mit Majo und einen Kaffee niedergelassen. War aber schon recht frisch dort. Deshalb also schnell wieder weiter Richtung Straßenbahnhaltestelle. Nicht ohne jedoch noch einmal die beeindrucken Glas- und Stahlt-Architektur der Niedersächsischen Landesbank zu bewundern.

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Dann ging es in den Untergrund und zurück nach Kleefeld.

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Geschützt: UNO-Stammtisch bei Emma

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Schwergutumschlag im Westhafen Herne

Wo sonst Massenschüttgüter die Verkehrsträger wechseln, sei es von Eisenbahnwagen auf Schiff oder umgekehrt, sollten es am 22.06.2007 nur einige wenige Teile sein. Doch die Verladung währte nahezu genau so lange wie die Löschung eines Kohleschiffs.

Schwere Autokräne und Tieflader waren angerückt, um dem Schiffsbauch seine schwere Ladung, Öfen für ein Kraftwerk, zu entreißen.

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Es galt zunächst, das Schiff in der richtigen Lage an der Kaimauer zu platzieren. Für den Schiffer keine leichte Aufgabe, wird denn der Rhein-Herne-Kanal für ein so großes Gefährt plötzlich zum Nadelöhr.

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Für die Spezialisten des Transportunternehmens begann ab jetzt die Millimeterarbeit. Riesige Schlaufen mussten um die tonnenschweren Teile geschwungen werden, um sie später sicher herausbugsieren zu können.

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Dann der Moment der Wahrheit. Der gigantische Autokran hob und behutsam die schweren Teile aus dem Schiffsinneren heraus.

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Der Abtransport der Teile erfolgte binnen Minuten. Einmal auf dem Tieflader verzurrt, traten die Rohre ihre letzte Reise an ihren Bestimmungsort an.

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Silvester 2006/2007 im Caféhaus Herne

Das Jahr 2006 neigt sich seinem Ende zu. Was hier nach Wehmut klingt soll jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass man sich einmal wieder auf eine tolle Party freuen kann, die die Inhaber des Caféhaus und Nils in Herne einmal wieder ausrichten.

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Rund 50 Euro sind für den Abend zu entrichten, dann stehen aber einem alle Getränke und ein exklusives Büffet den ganzen Abend zum freien Verzehr offen!

Dann der „final Countdown“! Um 0 Uhr hält es keinen mehr in der gemütlichen Kneipe, die einst in den 1920er Jahren ein piekfeines Café beherbergte.

Sektgläser werden aneinandergestoßen und Wunderkerzen entzündet. Heulend zischen die Feuerwerkskörper dem Himmelsfirmament entgegen, begleitet von lauten Kanonenschlägen.

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Flottmannhallen Herne

Heute möchte ich einmal ein Kleinod der Industriekultur vorstellen – die Flottmannhallen in Herne. Sie liegen in Herne-Süd an der – wie sollte sie anders heißen – Flottmannstraße. Gleich um die Ecke befindet sich die „Straße des Bohrhammers“, die nach der für den Bergbau bahnbrechenden Erfindung des Firmengründers Heinrich Flottmann benannt wurde.

Dieser siedelte 1902 nach Herne um, nachdem sein Bochumer Werk nach einem Brand dem Erdboden gleichgemacht wurde.

Die Arbeit unter Tage ist zwar heute noch ein Knochenjob, aber kaum vergleichbar mit den Bedingungen unter denen Ende des 19. Jahrhunderts, Anfang des 20. Jahrhunderts die Kohle aus den Flözen gebrochen wurde. Mit Hammer und Schlegel nämlich. Dies änderte sich als Heinrich Flottmann mit der Produktion der von ihm erfundenen Pressluftbohrhämmern in Serie ging. Ein Meilenstein in der industriellen Abbautechnik.

Bereits in der 1930er Jahren arbeiteten weit über 1 000 Beschäftigte im Schichtdienst und stellten die begehrten Maschinen her.

In den 1980er Jahren ist die Abbruchgenehmigung für die dreischiffigen Hallen bereits erteilt. Von oberster Stelle werden die Hallen in letzter Sekunde unter Denkmalschutz gestellt und die Stadtverwaltung Herne entschließt sich für eine Umfunktionierung in eine Kultur-, Theater-, Musik-und Sportanlage.

Die Flottmannhallen sind seit 1985 weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt für ihre exquisiten Jazzveranstaltungen, Kunstausstellungen und Kabarettwettbewerbe wie die jährlich stattfindende „Tegtmeiers Erben“-Veranstaltungen, bei denen Comedynachwuchskünstler zum einen durch das Publikum und zum anderen durch eine fachkundige Jury zum Sieger gekürt werden können. Viele Künstler erfuhren danach eine breitere Anerkennung in Deutschland, so z. B. Hennes Bender oder Carolin Kebekus.

Der Preis wird übrigens zum Andenken an den großartigen Herner Comedian, Jürgen von Manger, verliehen, der seine Figur, „Adolf Tegtmeier“, in ganz Deutschland bekannt gemacht hat.

Heute sehen die Flottmannhallen so aus:

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