Zwehns Weblog

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Monat: Oktober, 2008

Radtour zum Schiffshebewerk Henrichenburg, 04.09.2004

Noch Sommer – fast Herbst und ein Wetter, das geradezu zum Radfahren einlädt. Die ebenen Wege entlang des Rhein-Herne-Kanals laden Fahrradbegeisterte entweder zum lockeren Flanieren oder spornen gar zum Radsport an.

Ich entschied mich für erstere Option und genoss die angenehme Tour über Castrop-Rauxel nach Waltrop zum altehrwürdigen Alten Schiffshebewerk (Am Hebewerk 2, 45731 Waltrop-Oberwiese), das übrigens bereits im Jahre 1899 zusammen mit dem Dortmund-Ems-Kanal von Kaiser Wilhelm II. eingeweiht wurde.

Ein am Rande des Hebewerks aufgebautes Modell verdeutlicht die erstaunliche Technik und Funktionsweisen des Bauwerkes.

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Blick über die „Wanne“ hinweg
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Blick von oben auf den Rhein-Herne-Kanal
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Radtour zur Zeche/Kokerei Zollverein Essen, 29.05.2004

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Für den nächsten Betriebsausflug hatte ich mir eine Radtour ausgedacht, bei der das Weltkulturerbe, die ehemalige Zeche und Kokerei Zollverein als Anker- und Höhepunkt der Tour dienen sollte.

Zwei Jahre später besuchte ich das Industriegelände erneut – diesmal allerdings mit dem Auto – und schilderte meine Eindrücke in diesem Blogartikel:https://zwehnsworld.wordpress.com/2009/05/30/zeche-zollverein/

Quasi als Generalprobe schwang ich mich an diesem tollen Sommertag auf mein Fahrrad, um die genaue Route festzulegen.

So ging es nun auf den wunderbar ausgebauten Radwegen am Rhein-Herne-Kanal und Emscher vorbei an so industriellen Highlights wie Erlebnishalden, Vorzeigesiedlungen oder Event-Zechen. Die Strecke nach Essen ist sehr angenehm zu fahren, mangelt es doch dankenswerterweise an größeren (wenn überhaupt) Steigungen!

Endlich am Ziel!  
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Man ist schon überwältigt von den Zeugnissen dieses ehemaligen Zentrums der Schwerindustrie. Wie ich sehen konnte, nutzte offenkundig auch eine Band die ausrangierten Waggons und die Gleisszenerie als attraktiven Background für ihr neues Albumcover (?).

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Wer noch nie auf dem riesigen Areal war und sich für Industriekultur begeistern kann (aber nicht nur dann), der wird begeistert sein. Ich lasse jetzt einfach einmal die Bilder für sich sprechen!

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Nachdem wir einmal über das Gelände gefahren waren, hieß es dann auch Abschied zu nehmen und langsam den Heimweg anzusteuern. Ich war nicht zum letzten Mal hier!

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Villa Hügel, Essen, 12.10.2008

Seit langem schon war ich auf der Suche nach einem neuen Ausflugsziel für einen schönen Sonntagsspaziergang, bei dem sich auch die Kamera nach einer relativ langen Auszeit einmal wieder ausgiebig nutzen lässt. Eine lange Recherche im Internet und das Wälzen zahlreicher Ruhrgebietsführer machte mich dann auf die Villa Hügel in Essen aufmerksam.

Der ehemalige Wohnsitz der Industriellenfamilie Krupp befindet sich idyllisch hoch über dem Ruhrtal und dem Baldeneysee gelegen, umgeben von einem 28 ha großen Park.

Die Villa wurde 1873 fertiggestellt und diente drei Generationen sieben Jahrzehnte lang gleichzeitig als Wohnhaus und Repräsentationsgebäude.

Das Nebenhaus zeigte eindrucksvoll anhand technischer und familiärer Ausstellungsstücke die Vergangenheit der Industriellenfamilie, die untrennbar auch mit der Geschichte Essens verbunden ist.

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Seit 1953 finden hier regelmäßig große Kunstausstellungen von internationalem Rang statt. Ich mochte es kaum glauben, doch die Anwesenheit zahlreicher Security-Angestellte räumte letztendlich doch alle Zweifel aus dem Wege, dass es sich bei den ausgestellten Gemälden von Matisse, Picasso und van Gogh u. v. a. m. um die originalen Meisterwerke der Künstler handeln musste.

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Der die Villa umgebende Park ist ein Kunstwerk für sich. Ich hatte bei meiner Recherche gelesen, dass Alfred Krupp bei der Anlage des riesigen Parks ausgewachsene Bäume anpflanzen ließ, um noch zu seinen Lebzeiten den Park im „Endzustand“ zu sehen. Dabei wurden abgestorbene Bäume durch alte ersetzt, was dazu führte, dass der Baumbestand im Park der Villa Hügel erheblich älter ist als die Gesamtanlage. Der Park ist wurde seit 1914 kaum verändert.

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