Villa Hügel, Essen, 12.10.2008

von zwehni

Seit langem schon war ich auf der Suche nach einem neuen Ausflugsziel für einen schönen Sonntagsspaziergang, bei dem sich auch die Kamera nach einer relativ langen Auszeit einmal wieder ausgiebig nutzen lässt. Eine lange Recherche im Internet und das Wälzen zahlreicher Ruhrgebietsführer machte mich dann auf die Villa Hügel in Essen aufmerksam.

Der ehemalige Wohnsitz der Industriellenfamilie Krupp befindet sich idyllisch hoch über dem Ruhrtal und dem Baldeneysee gelegen, umgeben von einem 28 ha großen Park.

Die Villa wurde 1873 fertiggestellt und diente drei Generationen sieben Jahrzehnte lang gleichzeitig als Wohnhaus und Repräsentationsgebäude.

Das Nebenhaus zeigte eindrucksvoll anhand technischer und familiärer Ausstellungsstücke die Vergangenheit der Industriellenfamilie, die untrennbar auch mit der Geschichte Essens verbunden ist.

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Seit 1953 finden hier regelmäßig große Kunstausstellungen von internationalem Rang statt. Ich mochte es kaum glauben, doch die Anwesenheit zahlreicher Security-Angestellte räumte letztendlich doch alle Zweifel aus dem Wege, dass es sich bei den ausgestellten Gemälden von Matisse, Picasso und van Gogh u. v. a. m. um die originalen Meisterwerke der Künstler handeln musste.

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Der die Villa umgebende Park ist ein Kunstwerk für sich. Ich hatte bei meiner Recherche gelesen, dass Alfred Krupp bei der Anlage des riesigen Parks ausgewachsene Bäume anpflanzen ließ, um noch zu seinen Lebzeiten den Park im „Endzustand“ zu sehen. Dabei wurden abgestorbene Bäume durch alte ersetzt, was dazu führte, dass der Baumbestand im Park der Villa Hügel erheblich älter ist als die Gesamtanlage. Der Park ist wurde seit 1914 kaum verändert.

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