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Monat: Mai, 2009

Schloss Strünkede, Herne

Das Schloss Strünkede im Herner Stadtteil Baukau war bis zum Ende des 18. Jahrhundert war das Sitz der Familie der Freiherren „von Strünkede“ und ist ein schöner Renaissancebau aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Es beheimatet seit 1938 die kultur- und stadtgeschichtlichen Sammlungen des Emschertal-Museums.

Sein Name geht auf das mittelhochdeutsche Wort „strunk“ für „gerodeter Baum“ zurück.

Seit einigen Jahren werden standesamtliche Trauungen im Schloss angeboten.

Am 14.02.2006 machte ich mit vor Kälte klammen Fingern diese Langzeitbelichtungsfotos:

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  Im Schlosspark ließ Bernd von Strünkede 1272 die Schlosskapelle errichten, heute das älteste erhaltene Bauwerk im Stadtgebiet
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Mehr als zwei Jahre später, am 1. November 2008 begab ich mich noch einmal bei nasskaltem Wetter in den Strünkede-Park und nahm diese Fotos auf:

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Blick auf die U-Bahn-Station “Schloss Strünkede”:

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Quellen:

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Sonnenaufgang Steag Heizkraftwerk

An diesem Septembermorgen, genauer gesagt am 21.09.2005, musste ich einfach das Dach unseres Firmengebäudes besteigen, um diesen spektakulären Sonnenaufgang zu fotografieren.

Dichter Bodennebel liegt noch auf den Gleisanlagen der Wanne-Herner Eisenbahn und Hafen GmbH als sich der Himmel im Licht der aufgehenden Sonne rot verfärbte.

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Zeche Zollverein

Am 29. Januar 2006 fuhr ich bei klirrender Kälte nach Essen, um mir noch einmal das Weltkulturerbe, die Zeche/Kokerei Zollverein anzuschauen.

Zwei Jahre zuvor war ich schon einmal mit dem Fahrrad dort gewesen und hatte meine Eindrücke in diesem Blogartikel geschildert https://zwehnsworld.wordpress.com/2008/10/21/radtour-zur-zechekokerei-zollverein-essen-29082004/.

Am 1. Juni 2009, also am Pfingstmontag besuchte ich das riesige Gelände noch einmal mit dem Fahrrad. Darüber habe ich hier https://zwehnsworld.wordpress.com/2009/06/01/radtour-zeche-zollverein-1-juni-2009/ berichtet.

Hier die Fotos, die ich während meines Spaziergangs über das Gelände gemacht hatte:

Der bekannte Förderturm

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Weitere Anlagenteile

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Mit einem Bildbearbeitungsprogramm habe ich einmal den stahlblauen Himmel durch eine Kunstfarbe ersetzt und damit einmal diese Bild etwas verfremdet.

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Zeche General Blumenthal 11

Der erste Schacht der Zeche General Blumenthal wurde 1873 geteuft. Bis 1964 folgten sieben weitere. Mit der Stilllegung der ebenfalls zu Hibernia gehörenden Zeche Shamrock in Wanne-Eickel wurde 1967 der Zentralförderschacht 11 übernommen.

Die Förderung auf der 700m-Sohle zwischen den drei Ladestellen der Baufelder Haltern, Haard und Blumenthal und dem Förderschacht Blumenthal 11 war bemerkenswert.

Durch eine automatische, mannlose Lokomotivförderung wurde ab 1968 die Distanz von bis zu 18 Kilometern überwunden.

Die großen Entfernungen zwischen den Baufeldern und dem Förderstandort, geologische Probleme im Haard-Feld und Proteste in der Bevölkerung nach Bergschäden in der Recklinghausener Innenstadt waren die Gründe für die Aufgabe des Bergwerks Blumenthal/Haard.

Der letzte Förderwagen im Schacht Blumenthal 11 wurde am 30. Juni 2001  Herne-Wanne-Eickel zu Tage gehoben.

Hier im Zentralförderschacht 11 der Zeche, die früher Shamrock hieß, wurden die Kohlen des Blumenthal-Verbundes gehoben. In der Verbindungsstrecke zwischen Zeche General Blumenthal und Shamrock begann 1968 der erste vollautomatische Lokomotiv-Förderbetrieb unter Tage.

Ich machte mich 2006 im Laufe mehrerer Wochen auf den Weg, um die bereits im Abriss befindliche Anlage noch fotografisch zu dokumentieren.

Zunächst postierte ich mich vor dem ehemaligen Lokschuppen.

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Im Inneren des Schuppens sah es so aus:

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Ich verließ die Halle, nachdem ich ausreichend Bildmaterial gesammelt hatte, und machte einige Fotos von den imposanten Außenanlagen.

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Bevor ich mir die Kohlenwäsche und die Förderanlagen anschauen wollte, begab ich mich in das ehemalige Versandgebäude.

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Nun sollte es spannend werden. Ich steuerte das Gebäude mit dem ehemaligen Förderschacht an.

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Im Inneren entdeckte ich eine Werkstattszenerie, so als ob die Mitarbeiter erst vor Kurzem ihren Arbeitsplatz überstürzt verlassen hatten.

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Ein ausgedienter Server.
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Tische voller Kohleproben.

Ich drang weiter in das Innere des Gebäudes vor. Was hier vielleicht nach einer relativ gut ausgeleuchteten Szenerie aussieht täuscht jedoch. Es war stockfinster. Und so musste ich mir mit Hilfe künstlicher Beleuchtungen (Taschenlampen usw.) zunächst einen Punkt aussuchen, auf den ich meine Kamera scharfstellen konnte. Mit der entsprechend langen Belichtungszeit entstanden dann die nachfolgenden Fotos.

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Hier die Bandanlagen.

Mit einem entkoppelten Blitzlicht schritten wir die Bandanlagen ab und gaben alle paar Sekunden einen Lichtimpuls ab, der über die Langzeitbelichtung die gesamte Bandanlage erhellte und belichtete.

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Ich atmete einmal tief durch und entschloss mich, den Förderturm zu besteigen.

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“Unterwegs” hielt ich immer kurz inne; nicht nur, um mal nach Luft zu schnappen, sondern die immer atemberaubendere Aussicht auf Speicherkarte zu bannen.

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Ein Gleiswerker der Wanne-Herner Eisenbahn und Hafen GmbH bei der Arbeit.
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Das Evonik Steag Heizkraftwerk Herne

Oben, am Ziel angekommen, traute ich meinen Augen kaum: Ich hatte noch nie eine so gigantische Fördermaschine gesehen. Aber sehen Sie selbst:

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Nach diesen Eindrücken begab ich mich daran, die scheinbar unendlichen Treppenstufen wieder herabzusteigen und fuhr nach Hause, um das umfangreiche Bildmaterial auszuwerten.

Quellen:

http://www.dubtown.de/zeche_blumenthal11.htm

http://www.kohlenpott.org/galerie_index.php?obj=Zeche%20General%20Blumenthal%2011&start=1

http://www.general-blumenthal.de/Chronik_GBL/1960/1961/1962/1963/1968.html

Zeche König Ludwig Recklinghausen

 

Am 14. April 2009 “bewaffnete” ich mich mit meiner Kamera und begab mich auf das Gelände der ehemaligen Zeche König Ludwig in Recklinghausen.

Derzeit wird die König-Ludwig-Bahntrasse als Rad- und Wanderweg umgebaut. Im Dezember 2008 wurde ein erster Teilabschnitt von der Zeche „König Ludwig“ 1/2 bis zum Rhein-Herne-Kanal, am Standort der ehemaligen Zeche Friedrich der Große, in Betrieb genommen.

Die Brückenbauwerke sind instand gesetzt worden und es sind Sitzgruppen eingerichtet worden. Blaue Stelen signalisieren der Verlauf des Weges.

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Die Pechhalle – ehemalige Teerdestillation – der Zeche.

Dieser abgelegene Ort bot sich wohl auch an, das ein oder andere Sexspielzeug auf seine Funktionsfähigkeit zu testen, wie diese Fotos verdeutlichen:

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Während ich die o. a. Fotos machte, war ein Bautrupp damit beschäftigt, das Gelände einzuzäunen.

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Ich fragte mich, ob ich es noch schaffen würde, das Gelände noch verlassen zu können, oder den Rest meines Lebens dort verbringen zu müssen. Eine kleine Lücke ließ sich noch finden und so konnte ich doch noch den Weg nach Hause antreten.

Quellen:

Weblinks:

 

Innenhafen Duisburg

Am 13. Dezember 2005 führte mich mein Weg nach Duisburg in den Innenhafen.

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Renovierte Speichergebäude und Neubauten werden als Büro-, Kontor- und Parkhäuser, von öffentlichen Einrichtungen sowie von Gastronomie- und Freizeitbetrieben genutzt.

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Im neu gestalteten Quartier des Innenhafens sind verschiedene Museen angesiedelt wie die von Herzog & de Meuron zum Kunstmuseum umgestaltete Küppersmühle.

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Außerdem findet sich noch die Werhahnmühle, die nach dem Auszug des Kindermuseums ATLANTIS durch ein „Legoland Discovery Center“ genutzt wird und das Kultur- und Stadthistorische Museum.

Dani Karavan legte den „Garten der Erinnerung“ an, in dem der Architekt Zvi Hecker das Gemeindezentrum und die Synagoge der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim/Ruhr-Oberhausen aufbaute.

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Vom Garten führt die Buckelbrücke (Fußgängerbrücke) hinüber zur Marina (Yachthafen) und den Bürokomplexen Five Boats und Hitachi Power Office.

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Dieses Foto machte ich in einer offenen Betonruine direkt am Garten der Erinnerung:

Hier noch einige weitere, nicht näher benannte Gebäude, die ich während meines Spaziergangs durch den Innenhafen sowohl mit meiner digitalen, als auch mit meiner analogen Kamera gemacht habe:

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Die faszinierendsten Bilder – wie ich finde – entstanden, als ich mein Stativ auf einer Brücke aufbaute und im Langzeitbelichtungsmodus in den Innenhafen hineinfotografierte. Die Spiegelungen auf dem ruhigen Gewässer lassen die Gebäude doppelt imposant aussehen.

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Am 3. Dezember 2006 war ich noch einmal dort. Angesichts eines wolkenbruchartigen Regenschauers machte ich nur einige Fotos, um im Dauerlauf dann mein Auto zu erreichen. Obwohl es in der Nähe abgestellt war, musste ich mich bis auf die Haut durchnässt hinters Lenkrad setzen.

Hier die magere Fotoausbeute:

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Hier sei noch kurz ein historischer Abriss erlaubt, damit man begreifen kann, welch erstaunlicher Wandel sich hier vollzogen hat.

Der Innenhafen in Duisburg, der eine Größe von 89 ha vorweist, war während der Hochzeit der industriellen Revolution über ein Jahrhundert lang der zentrale Hafen- und Handelsplatz der Ruhrgebietsstadt. Seit Mitte der 1960er Jahre verlor der Hafen an Bedeutung und lag für 20 Jahre brach, ehe am Innenhafen ein Strukturwandel einsetzte. Das zur Internationalen Bauausstellung Emscher Park (IBA), die 1989 bis 99 stattfand, gehörende ehemalige Industriegebiet hat sich grundlegend gewandelt.

Die Basis für dieses Musterbeispiel für den Strukturwandel im Ruhrgebiet lieferte 1994 der britische Architekt Lord Norman Foster. Mittlerweile hat sich der Innenhafen zu einem Ort entwickelt, der Arbeiten, Wohnen, Kultur und Freizeit am Wasser verbindet. Heute ist der Innenhafen ein Industriedenkmal und Ankerpunkt auf der Route der Industriekultur.

Nach dem Niedergang der Getreidemühlen in den 1960er Jahren hatte der Innenhafen seine wirtschaftliche Kraft eingebüßt und beherbergte weitgehend nur noch Lager- und Gewerbehallen. Trotzdem versperrte dieses Gebiet der Duisburger City den Zugang zum Wasser. Durch die Freilegung der Stadtmauer und den Bau eines neuen Wohnviertels am Corputiusplatz wurden Ende der achtziger Jahre erste Schritte unternommen, dem Innenhafen ein neues Gesicht zu geben.

Im Rahmen der IBA Emscher Park, die die Industrieflächen des Ruhrgebiets beispielhaft erneuert hat, wurde eine Umnutzung des gesamten Innenhafens in Angriff genommen. Das Wasser sollte in die Stadt zurückgeholt werden, sollte erlebbar gemacht werden und für mehr Lebensqualität sorgen – und Investoren anlocken. Es wurde Raum für Arbeit – insbesondere im Dienstleistungsbereich –, für Wohnen, Kultur und Freizeit geschaffen. Dabei wurden die industriellen und historischen „Wahrzeichen“ des Hafens ganz bewusst erhalten.

Quelle:

 

Phoenix-West Dortmund

 

Ich graste schon seit einigen Jahren die wichtigsten Punkte der Route der Industriekultur ab und war immer noch hungrig auf neue Entdeckungen. Freunde empfahlen mir einen Besuch der Fläche “Phoenix-West” in Dortmund, bereiteten mich aber schon schonend darauf vor, nicht mehr viel der ehemaligen Industrieanlagen vorfinden zu werden.

Am Sonntag, den 5. März 2006, setzte ich mich nachmittags ins Auto und konnte die Warnungen bestätigen. Viel war tatsächlich nicht mehr zu sehen.

Hier in Dortmund-Hörde wurde 1841 der Grundstein der Stahlära mit der Errichtung eines Puddel- und Walzwerkes auf dem Gebiet der Hörder Burg in Dortmund-Hörde gelegt. Auf diesem Gebiet gab es ausreichend Steinkohlevorkommen, die zur Verarbeitung des Erzes benötig wurden.

Es dauerte keine zehn Jahre bis sich der "Hörder Bergwerks- und Hüttenverein" gründete, nachdem 1843 die "Hermannshütte" auf dem Areal von Phoenix-Ost ihre Produktion aufnahm. Nicht weit von der Hermannshütte entfernt wurde ein eigenes Hochofenwerk (Phoenix-West) errichtet.

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Nach der Fusion von Krupp und Thyssen 1997 entschied man sich gegen den Stahlstandort Dortmund und konzentrierte sich auf den rheinnahen Standort Duisburg.

Phoenix West beendete seine Produktion 1998. Die Hochöfen wurden stillgelegt und teilweise zum neuen Stahlstandort Shagang in China transportiert – ein Schicksal, das teilweise auch die Henrichshütte in Hattingen und die Westfalenhütte in Dortmund mit dem Phoenix teilen.

2001 fand dann auch die letzte Roheisenschmelze auf Phoenix Ost statt, auf dessen Gebiet in naher Zukunft ein künstlicher See und attraktive Wohnmöglichkeiten angelegt werden sollen.

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Phoenix West präsentierte sich im Jahr 2006 als Hochtechnologiestandort. Weite Teile der Hütte sind abgeräumt. Bei meinem Rundgang über das Gelände fanden sich nur noch wenige Zeugnisse der ehemaligen Industriekulisse, die ich auch einmal im Bild festgehalten habe.

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Empfehlen möchte ich an dieser Stelle auch einige Fotos meines Bekannten, Peter Lippsmeier, der als professioneller Fotograf mit der Dokumentation des Abbruchs beauftragt war. Fotos von ihm finden sich mit einem Klick auf diesen Link: http://www.pixelprojekt-ruhrgebiet.de/serie.php?serien_id=25213&id_language=1

Hochöfen und unmittelbare Umgebung sehen einer symbolträchtigen Nachnutzung entgegen. Der Strukturwandel ist in vollem Gange und setzt auf kleine aber ausbaufähige Keimzellen. Es wird sich zeigen, ob so auch wieder Jobs für “einfache Leute” geschaffen werden können.

Mittlerweile ist der Wandel offensichtlich. Hier werden – gefördert durch das Land Nordrhein-Westfalen, durch Förderprogramme der EU sowie durch das dortmund-project – Entwicklungsflächen so groß wie 300 Fußballfelder für moderne Lebens- und Arbeitsformen (Mikro- und Nanotechnologie, Software-Schmieden, Wohnen und Freizeit im Grünen) geschaffen.

Die infrastrukturelle Anbindung sucht seinesgleichen. Das Phoenix-Gelände ist über Autobahnen und den Dortmunder Flughafen bequem zu erreichen.

Quellen:

Hinterhof-Tierleben

Wer sagt denn, dass ein Hinterhof immer trist und leblos sein muss?

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Mit ein wenig Geduld lässt sich hier ein reges Treiben verschiedenster Tierarten beobachten. Von meinem Balkon aus habe ich einmal ein paar Fotos gemacht. Und man sieht, dass so ein kleiner Garten mitten im Stadtzentrum voller Leben sein kann.

Eichhörnchen

Am 12. August 2009 hatte ich einmal das Glück ein Eichhörnchen zu fotografieren, was angesichts der Scheu dieser Tiere nicht immer so einfach möglich ist. Sonst waren die kleinen Nager immer vorschwunden, wenn meine Kamera gerade funktionsbereit war.

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Werde mich weiter auf die Pirsch legen, um diesen Beitrag um weitere Tiere zu ergänzen. Grünspechte, Igel und weiteres Getier warten ja vielleicht auch noch auf eine weitere Fotosession!

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Amsel-Weibchen

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Amsel-Männchen

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Türkentaube

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Maximilianpark Hamm

Immer auf der Suche nach neuen Ausflugszielen fand ich am 25. März 2006 den Maximilianpark im westfälischen Hamm.

Hier auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Maximilian wurde 1984 die Landesgartenschau eröffnet und ich erinnere mich, dass ich damals als kleiner Kötel dort auch schon einmal war.

Von weitem erkennt man schon das Wahrzeichen des Parks und der Stadt Hamm – den Glaselefanten. _MG_3567 Er wurde von dem Künstler Horst Rellecke entworfen und verwandelte die ehemalige Kohlenwäsche der Zeche in die heute begehbare Plastik mit einer 35 Meter hohen Aussichtsplattform.
  In dem Gebäude finden Konzerte, Kindertheater und Kabarett statt.  

 

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Rund 350.000 Besucher kommen laut Homepage des Maximilianparks pro Jahr in den 22 ha großen Park. Außer uns habe ich an diesem Samstag jedoch kaum einen Menschen gesehen.

Dabei bietet der Park auch noch

  • ein Kinderparadies mit Spieldünen, Kletternetzen, Wasserspielplatz und Piratenschiff
  • ein „Grünes Klassenzimmer“ mit umweltpädagogischem Programm im Schul- und Bauerngarten
  • ein Haldengelände mit Gärten und Spazierwegen und
  • ein Eisenbahnmuseum Maximilianpark mit historischer Museumseisenbahn zwischen Hamm-Süd und Lippborg-Heintrop
  • Und man kann man hier wirklich schön spazieren gehen. Durch den Park führen Wege durch bunte Gärten, über urwüchsiges Haldengelände, vorbei an einem Teich- und Sumpfgebiet zum Schulgarten vom Schulbiologischen Zentrum. Und man kann in eine Welt aus Kunst und Natur eintauchen.

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    Genügend Sitzplätze – die wir allerdings nicht in Anspruch genommen haben – laden in allen Parkbereichen zum Verweilen und Ausruhen ein.

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    Am künstlich angelegten Maximiliansee warten inmitten der farbenfrohen Uferbepflanzung die Seeterrassen mit einem kleinen Imbiss.

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    Im Park befindet sich auch das größte tropische Schmetterlingshaus Nordrhein-Westfalens. Hier leben ca. 200 verschiedene Arten der bunten Falter. Im Laufe einer Saison sind bis zu 80 verschiedene Schmetterlingsarten aus den tropischen Regionen von Süd- und Mittelamerika, Afrika, Thailand, Malaysia und den Philippinen zu bestaunen.

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    Die Schmetterlinge fliegen frei durch das 600 qm große Tropenparadies. Hier herrscht eine Temperatur von rund 26 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent. Die üppige Pflanzenpracht mit blühenden Urwaldgewächsen ist in eine Landschaft aus Bachläufen und Teichen eingebettet. Sie bietet eine einzigartige Kulisse, in der die bunt-schillernden Falter leben.

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    Hier kann man handtellergroße Nachtfalter wie den Atlas-Seidenspinner bestaunen und sehen, wie er fast bewegungslos seinen Tagesschlaf verbringt.

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    Für Fotografen, empfiehlt sich der Aufenthalt am Samstagvormittag und am Nachmittag 13.00 Uhr von Montag bis Freitag. Sonntage sind zum Fotografieren eher ungünstig, weil hier die meisten Besucher ins Haus kommen. Ich sprach einen Fotografen an, der sich mit einer riesigen Foto-Ausrüstung, die er auf einem Wagen deponiert hatte, vor den Tieren postiert hatte. Er erzählte, dass er bereits seit sechs Stunden vor den Insekten verharrte und die Tiere nur aus Hobby fotografiere, um sie sich anschließend auf Dias (!) daheim anzuschauen.

    Am frühen Abend ging es dann voller positiver Eindrücke zurück nach Hause.

     

     

    Quellen:

    Zentraler Omnibus-Bahnhof Herne (ZOB)

     

    Am 30. November 2005 zog es mich einmal bei klirrender Nass-Kälte zu einem architektonischen Kleinods Hernes – den Zentralen Omnibusbahnhof – am Herner Bahnhof.

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    Meine DSLR schraubte ich auf ein Stativ und nahm Fotos mit verschiedenen Belichtungs- und Blendeneinstellungen auf.

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    Der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) am Bahnhofsvorplatz in Herne ist mit mehr als 12000 Fahrgästen pro Tag ein wichtiger Verknüpfungsträger für S- und Regionalbahn sowie für den ÖPNV und MIV und nimmt daher eine besondere Bedeutung ein.

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    Veranlassung der Umgestaltungsmaßnahme war im Jahre 1990 die Beteiligung der Stadt Herne an dem IBA-Projekt zur Attraktivitätssteigerung der Bahnhöfe entlang der Köln-Mindener Eisenbahn. Ziel dieses Projektes war, durch die Zusammenführung von unterschiedlichen Nutzungen und Hinführung zum öffentlichen Personennahverkehr den Individualverkehr zu verringern.

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    In diesem Konzept kommt den Bahnhöfen und Bahnhofsvorplätzen als Eingangstor zur Emscherregion allgemein eine erhebliche Bedeutung zu. Das IBA – Konzept ging über den S-Bahn – üblichen Ausbau eines Bahnsteiges und die Anlage von bike and ride – Anlagen (B+R) hinaus und sah insbesondere eine bessere Integration und Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsarten, ein gut begreifbares Informationssystem für die Benutzer der öffentlichen Verkehrsmittel, die Instandsetzung der Bahnhöfe und der Bahnanlagen sowie eine städtebauliche Erneuerung der Bahnhofsvorplätze vor.

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    Für die Neugestaltung des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) einschließlich der Straße “Bahnhofsvorplatz” wurde bereits im Jahre 1991 ein beschränkter Regionalisierungswettbewerb ausgelobt. Das Preisgericht zu diesem Wettbewerb hat unter Beteiligung der Verkehrsträger im April 1992 stattgefunden. Zu dem Gestaltungskonzept des ersten Preisträgers wurde von der Stadt Herne in Abstimmung mit den Trägern des ÖPNV zum Bahnhofsvorplatz ein verkehrtechnischer Entwurf erstellt, der das vorhandene Verkehrsaufkommen aller Verkehrsteilnehmer und Verkehrsarten berücksichtigt. Die verkehrstechnische Prüfung basiert auf einem verkehrsabhängigen, rechnergestützten Verkehrsmodell. Als Grundbelastung wurden die Spitzenwerte der Hauptverkehrszeiten zugrundegelegt.

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    Die DB AG hat mit Mitteln des Landes und einem Anteil der Stadt Herne bereits in 1999 eine “Denkmalgerechte Erneuerung” des Empfangsgebäudes am Bahnhof Herne durchgeführt. Der östliche Teil des Bahnhofsvorplatzes ist ebenfalls in 1999 im Rahmen der IBA-Maßnahme mit Mitteln des Landes so umgestaltet worden, dass er für Fußgänger eine städtebaulich akzeptable Verbindung zwischen dem Ostausgang des Bahnhofsgebäudes und der Fußgängerzone Bahnhofstraße sowie dem neuen P+R-Parkplatz an der Dammstraße darstellt.

    Technische Daten

    Gesamte umgestaltete Verkehrsfläche (IV / ÖV) ca. 22.000 qm
    davon reine Bussteigfläche (ZOB): ca. 2.200 qm
    Kanalverlegung: ca. 175 m
    Dachfläche: ca. 2.800qm
    (ca. 142 m Länge, max. 26.3 m Breite)
    Umbau U-35 Pavillon Komplettsanierung ca. 185 qm
    Haltestellen:
    – 4 Haltestellen für Standardlinienbusse
    – eine kombinierte Haltestelle für zwei Linienbusse (Standard- und Gelenkbus)
    – 4 Haltestellen für Gelenkbusse
    – eine Reisebushaltestelle
    Radverkehr:
    Bau von Radwegen im Zuge Cranger Straße/Westring und Bahnhofsvorplatz.
    Bau einer überdachten Fahrradabstellanlage für 56 Fahrräder
    (ca. 100 qm Glasdachfläche )
    Gestaltung von 6 Fahrradboxen für 12 Fahrräder
    Beleuchtung:
    – Dachbeleuchtung (öffentliche Beleuchtung Bussteig) 31 Stück
    – Effektbeleuchtung (private Dachbeleuchtung) ca. 60 Stück
    – Mastleuchten (öffentliche Beleuchtung Straßen / Plätze) 36 Stück
    Behindertenleitstreifen ca. 400 m
    Bäume (geplant) ca. 45 Stück
    Grünfläche: ca. 1.700 qm
    Gesamtbauzeit: 23. Juni 2003 bis 29. Oktober 2004

    Quelle:

    Homepage der Stadt Herne,  http://www.herne.de/__c1256f160029bd61.nsf/0/a0cfdd21cb22d806c1256f8e004a3f71!OpenDocument&Click=)