Sternenzauber Oberhausen 2009

von zwehni

Seit einigen Monaten schon hatte ich Karten für das Pyrotechniker-Wettmessen “Sternenzauber” in Oberhausen. Drei professionelle Feuerwerker präsentieren dabei jeweils innerhalb von 20 Minuten ihre Kreationen, die möglichst auf die zehntel Sekunde genau zu festgelegten Musikstücken am Firmament explodieren müssen. Insgesamt rund eine Tonne Sprengstoff entlädt sich dabei. Eine fachkundige Jury bewertet anschließend die Kreativität bei der Zusammenstellung der verschiedenen Feuerwerksfiguren und das Timing der computergesteuerten Feuerwerke.

An diesem Abend hatte ich rund 200 Fotos gemacht und um diesen Blogartikel nicht vollständig mit Bilder zu verstopfen, habe ich einmal eine Webgalerie erstellt, wo man sich bequem alle fotografischen Eindrücke zu Gemüte führen kann.

[FOTOGALERIE | Sternenzauber Oberhausen 2009]

Gegen 18.30 Uhr fand ich mich am Eingang ein und musste mich erst einmal in eine lange Schlange einreihen. Der Einlass ging aber wirklich recht zügig von statten, so dass ich schnell auf dem OLGA-Park-Gelände war.

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Auf den ausgedehnten Parkwiesen waren gemütliche Bierzeltgarnituren vor den vielen Gastronomie-Ständen aufgebaut. Dort wurden Bratwürste, Steaks, heiße Chips, aber auch Crepes angeboten.

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Den Festivalreigen eröffnete um kurz nach 19 Uhr die Tequila Sunrise Band, die die großen Hits der letzten Jahrzehnte spielte, ohne aber aktuelle Stücke von Amy Winehouse oder Duffy zu vernachlässigen. Handwerklich war das gut dargeboten, allerdings war der Sound etwas dünn abgemischt und neben den wirklich live gespielten Instrumenten, wurden doch zu viele Sounds aus der Konserve dazugemixt.

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Um kurz vor 21 Uhr betraten die “Beat-Less” die Bühne, um ihren Set mit Stücken aus den 70er Jahren zu eröffnen.

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Nach einer kurzen Pause, wurden Stücke aus den 60er Jahren gespielt, wenngleich ich auch “Summer of 69” von Bryan Adams gehört habe, was ja eindeutig den 80er Jahren zuzuordnen war. Aber wen stört’s, ist halt ein Mega-Hit, der auf keiner Party fehlen darf.

Erasmus, dem Maskottchen der Energieversorgung Oberhausen (EVO), und seiner Begleiterin schien das Festival auch gut zu gefallen.

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Langsam wurde es spannend. Der Moderator stellte nach dem Auftritt von “Beat-Less” die Jury und die Feuerwerker vor. Dabei handelte es sich um die Firmen “The Art Of Fire”, “Westfälisches Feuerwerk | René Osterhage” und – bin mir aber nicht mehr sicher – “Feuerwerke | Mathias Kürbs”.

Bevor die drei Kontrahenten in den Wettbewerb zueinander gingen, kündigte der Moderator die Feuerkünstlerinnen “The Ladies of Fire” an. Die Damen boten in der Tat eine wahrhaft “heiße” Performance, mit einer explosiven Mischung aus Feuer, Choreographie und Tanz.

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Nach dieser Performance, wurde der erste Feuerwerker, René Osterhage aus Herten, angesagt. Doch der Start wurde auf Grund technischer Probleme verzögert. Immer wieder konnte man anhand der hell leuchtenden Kopflampe des Pyrotechnikers sehen, wie er hektisch von seinen Computeraufbauten zu dem naheliegenden Hügel hinauflief, um diverse Kabel zu checken.

Letztendlich schien er die Probleme an den Kilometer langen Verbindungen nicht lokalisieren zu können, so dass “The Art Of Fire” sich bereiterklärten, ihre Feuerwerksinstallationen als Erste zu zünden.

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Zu Musikstücken unterschiedlichster Couleur – über Mönchschoräle bis hin zu “Billy Jean” von Michael Jackson reichte die Palette, zu der die Raketen und Heuler in den dunklen Nachthimmel katapultiert wurden.

Auch Mathias Kürbs zeigte mit seinen Feuerwerksdarbietungen sein Können.

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René Osterhage bekam die technischen Probleme nicht mehr vollständig in den Griff und startete am Ende als Dritter und somit auch noch außer Konkurrenz, weil sich seine Kreationen nicht mehr mit der Präzision starten ließen wie er sich das ausgedacht hatte.

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Kaum war der letzte Knall verhallt, strömten die Massen (schätzungsweise 8.000 Menschen) zu den Ausgängen, ohne sich das Urteil der Jury anhören zu wollen. Den mit 3.000 Euro dotierten Preis räumten an diesem Tage “The Art Of Fire” ab, die nach Meinung der Preisrichter die ausgewogenste Mischung aus Präzision und Kreativität dargeboten hatten.

Ich ließ mir noch etwas Zeit, bevor ich zum Auto ging. Man konnte sich schon ausmalen, was da für ein Chaos auf den Parkplätzen herrschen musste. So machte ich noch einige Aufnahmen und experimentierte ein wenig mit der Langzeitbelichtung. Dabei entstanden diese Fotos.

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