Zwehns Weblog

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Monat: Dezember, 2009

Das perfekte Weihnachtsessen: Hühnerbrust mit Orangen-Pfeffer–Soße

Der erste Weihnachtsfeiertag stand an und es galt sich einmal wieder den Kopf für ein schmackhaftes und gleichzeitig recht kalorienarmes Essen zu machen. Also, schnell den Computer gestartet und tausend Foren mit Rezeptideen durchstöbern. Auf einer Seite wurde ich fündig. Das hörte sich doch gut an: Putenbrust mit Orangen-Pfeffer-Soße (Link: http://www.chefkoch.de/rezepte/1525941257849358/Putenbrust-mit-Orangen-Pfeffer-Sosse.html).

Das Rezept passte ich auf die Anzahl der Personen an und druckte es aus. Ich schwang mich in mein Auto und steuerte den Schlachthof meines Vertrauens in Bochum an. Der Schlachtbetrieb Krümmel in Bochum bietet in seinem Werksverkauf stets zu günstigen Preisen die frischste Qualität. Leider musste ich umdisponieren. Die Truhe mit der Putenbrust war leer! Also griff ich mir einige Pakete Hühnerbrust, die vielleicht für mein geplantes Gericht sogar noch besser geeignet war.

Die Fleischstücke deponierte ich zunächst daheim im Tiefkühlfach und erst am Heiligabend nachmittags wechselten sie in den Kühlschrank, um dort langsam aufzutauen.

Als ich am 24. spät abends nach Hause kam ging es an die ersten Vorbereitungen. Die folgende Zubereitung gilt für ein Essen mit 7 Personen.

Zunächst mussten die Hühnerbrüste unter fließendem Wasser gründlich abgespült und anschließend mit Haushaltspapier trocken getupft werden.

Die Fleischstücke legte ich in zwei große Auflaufformen. Für die Marinade, in der das Fleisch über Nacht eingelegt werden musste, presste ich frische Orangen aus, bis ich 300 ml Saft daraus gewonnen hatte. Den Saft verrührte ich mit 150 ml Weißwein und einem großzügigen Esslöffel Sojasoße. Das Ganze goss ich vorsichtig über das Fleisch verteilt in die beiden Auflaufformen. Das Fleisch wanderte dann wieder in den Kühlschrank, um über Nacht richtig schön durchzuziehen.

Am Nachmittag des 25.12. ging es dann ans Eingemachte oder besser gesagt: ans Eingelegte! Die Marinade goss ich in einen großen Becher und tupfte das Fleisch vorsichtig trocken. In einer großen, tiefen Pfanne erhitzte ich Rapsöl (kann aber auch jedes andere Fett sein, denke ich) und gab die Hühnerbrüste hinein. Das Fleisch musste von allen Seiten kurz einmal scharf angebraten werden.

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Jetzt kam die Marinade wieder zum Einsatz. Mit ihr löschte ich das Fleisch ab.

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Die Hühnerbrüste wechselten wieder in die zwischenzeitlich gespülten Auflaufformen.

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Die Orangen-Weißwein-Sojasoßen-Marinade wurde ebenfalls wieder hineingegeben und für eine Stunde in den vorgeheizten Backofen geschoben. Ich denke mal, man hätte alles auch in der Pfanne weiter schmoren lassen können – vielleicht war es tatsächlich auch so gedacht gewesen – ich war aber der Meinung, dass im Backofen eine gleichmäßigere, schonendere Hitze herrschte.

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Nach einer Stunde war das Fleisch in der blubbernden Soße gar. Jetzt ging es an den eigentlichen Clou: Die Zubereitung der Soße. Hierfür benötigte ich wieder einmal die Marinade.

Die Beilage sollte an dieser Stelle nicht vergessen werden. Für sieben Personen setzte ich einen großen Topf auf und kochte rund 400 Gramm Langkornreis auf. In einem kleinen Topf ohne Fett rösteten gut 100 Gramm naturbelassene Cashewnüsse, die ich später unter den fertigen Reis mischte.

Jetzt aber zur Soße: Ich band sie mit etwas Mehl und würzte sie mit gemahlenen, grünen Pfeffer und kochte sie auf. Zum Schluss gab ich noch ein halbes Bund, frisch gehacktes Basilikum hinzu. Kurz abgeschmeckt und festgestellt, dass sie etwas zu säuerlich schmeckte. Um die Säure etwas zu neutralisieren gab ich einen Teelöffel Honig hinzu, was im Rezept so aber nicht vorgesehen war. Aber es half.

Das Gericht war fertig, die Gäste waren da und – begeistert. Ein einfaches Rezept mit wenig Kalorien und einer echt originellen Soße.

Hier noch einmal in Kurzform, was man für die Zubereitung benötigt:

Zutaten für 7 Portionen:

0,15 Liter

 

Weißwein

0,29 Liter

 

Orangensaft

1,17 EL

 

Sojasauce

1,17 kg

 

Putenbrustfilet

   

Salz und Pfeffer

35 g

 

Margarine

408 g

 

Reis (Langkornreis)

   

Salzwasser

2,33 TL

 

Pfeffer, grüner

0,58 Bund

 

Basilikum, gehackt

117 g

 

Cashewnüsse

etwas

 

Mehl

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Yamaha BB414X BM

Yamaha BB414X BM – das ist der Name meines neuen Babys!

Im Juni 2008 entschloss ich mich von der E-Gitarre auf den Bass umzusatteln. Drei Gitarristen in der Band und kein Bassist? Da konnte was nicht stimmen – und Bass fand ich (fast) immer schon gut. Na ja, früher dachte ich immer: Das ist der Typ, der im Hintergrund ja nur die tiefen Grundtöne eines Songs zupfen musste. Wenn man sich aber mal Bands wie RUSH oder DREAM THEATER etc. angehört hat, weiß man, dass da echte Könner am Werk sind und der (E-)Bass ein vollwertiges, komplexes Instrument sein kann. Also kaufte ich mir einen wirklich guten Einsteiger-Bass, den Ibanez GSR-200 JB.

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Seit September 2009 habe ich Bass-Unterricht bei Bernd Zinsius, einem der gefragtesten Bassisten im Ruhrgebiet. Er ist in der Ruhrgebiets-Musikszene eine feste Größe und begann seine Laufbahn im Düsseldorfer Kommödchen u. a. mit H. Schmidt oder T. Freitag, spielte in allen Ruhrgebietstheatern und Musicals. Sein Klassik- und Jazzbassstudium absolvierte er in Dortmund und Hamburg.

Bei ihm habe ich recht schnell Fortschritte gemacht (meine ich zumindest).

Speziell bei Slapping-Übungen blieb ich bei den Plucks, also dem Abziehen der hohen Saiten mit Zeige- oder Ringfinger, stets hängen. Gut, konnte auch mangelndes Können sein, aber ich empfand es irgendwie als unkomfortabel.

Da die Weihnachtszeit immer näher rückte und ich immer häufiger nach einem Weihnachtsgeschenkwunsch gelöchert wurde, entstand auf einmal die Idee, mich einmal nach einem neuen Instrument umzuschauen.

Im Musikhaus Jellinghaus in Dortmund testete ich zwei Stunden lang Bässe an. Darunter auch ein paar MusicMan Stingray, die preislich allerdings mein Budget bei weitem sprengten (1.500 bis 1.900 Euro). Aber geil hörten sie sich schon an.

Der Verkäufer riet mir allerdings davon ab. Mittlerweile hätte die deutsche Fa. Sandberg mit ihren Bässen qualitativ zu MusicMan aufgeschlossen und das zu sehr viel günstigeren Preisen.

Also, schnell einmal ein paar Sandbergs eingestöpselt. Ich war begeistert! Bei einem Modell hatte ich die Befürchtung, ich würde mit dem Sound die Glastür des schallgeschützten Raums herausdrücken! Preislich lagen die Instrumente zwischen 1.000 und 1.200 Euro – also, immer noch zu hoch.

Was mich allerdings massiv störte, war ein im Moment allgegenwärtiger Trend. Fast alle Bässe sämtlicher Hersteller sind “geaged”, d. h. auf alt getrimmt. Mag ja sein, dass der ein oder andere es cool findet, wenn er vorgeben kann, als wenn er schon seit dreißig Jahren auf den Brettern dieser Welt mit seinem Bass gespielt hat; ich möchte gern ein neuwertiges Instrument, das auch so aussieht. Eventuelle Schrammen kommen schon von allein – wenn’s sein muss.

Am nächsten Tag berichtete ich meinem Lehrer von meiner Vorab-Einkaufstour. Er riet mir eindringlich davon ab. Nicht, dass die Sandberg-Bässe schlecht wären – im Gegenteil – aber er war der Ansicht, dass die gleiche Qualität noch zu sehr viel günstigeren Preisen zu bekommen wäre. Außerdem ist der Wertverlust eines solch recht unbekannten Modells nicht zu unterschätzen.

Der Yamaha 414 (X) wäre dagegen die perfekte Alternative. Er ist ein fantastisch verarbeiteter Bass, der die Eigenschaften eines Fender Jazz- und eines Fender Precision-Bass vereinigt und das für unter 400 Euro.

So ganz überzeugt war ich noch nicht, aber bis Weihnachten war ja noch ein Tag Zeit und so machte ich mich wieder auf den Weg. Diesmal nach Bochum-Wattenscheid zu Beyer’s Musikladen.

Als ich den Laden betrat, dachte ich, ich wäre im Musikerhimmel! Lange Gänge und auf beiden Wandseiten gab es von oben bis unten die schönsten Instrumente, die man sich vorstellen kann – eine gigantische Auswahl. Und da hing er – der Yamaha-Bass. Ein wenig altbacken sah die Form ja schon aus. Liebe auf den ersten Blick ist auf jeden Fall was anderes. Mit dem Teil verzog ich mich erst einmal auf einen Hocker und stöpselte das Teilchen ein.

Ich dachte mir nur beim ersten Anspielen: “Jau, dat isser!” Eine hochwertige Verarbeitung und eine tolle Soundvielfalt – schön knarzig über den J-Pick-Up und wummernd voluminös über die P-Pick-Ups und siehe da, auch das Slappen klappte auf einmal ganz geschmeidig. Ich hab zwar auch noch den aktiven 614er ausprobiert, aber ich hab einfach keine Lust mehr auf den Elektronik-Schnickschnack.

Mit dem Verkäufer bin ich schnell handelseinig geworden. Den Preis hab ich von 419 Euro auf 399 Euro gedrückt und ihm noch ein gut gepolstertes Gigbag und einen Satz D’Addario-Saiten aus dem Kreuz geleiert und bin mit einem fetten Grinsen auf dem Gesicht nach Hause gefahren.

Hier noch ein paar weiterführende Infos zu dem Instrument:

  • Bauart: Solid Body
  • Halskonstruktion: verschraubter Hals
  • Anzahl Saiten: 4
  • Bundanzahl: 21
  • Mensur: 34"/ 864mm
  • Korpusmaterial: Erle
  • Hals: Maple/Ahorn
  • Griffbrett: Rosewood/Palisander
  • Griffbrett Einlagen: Block Inlays
  • Pickuptyp: 1 x P-Style + 1 x J-Style
  • Pickup Wahlschalter: 3-Weg Toggle
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    Und so sieht er aus:

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    Links:

    http://www.essen-musiziert.de/Solo/asp/solisten.asp?SOLI=41

    http://www.double-strings.de/

    http://www.jazz-schmiede.de/jazz_feb09.html