Das perfekte Weihnachtsessen: Hühnerbrust mit Orangen-Pfeffer–Soße

von zwehni

Der erste Weihnachtsfeiertag stand an und es galt sich einmal wieder den Kopf für ein schmackhaftes und gleichzeitig recht kalorienarmes Essen zu machen. Also, schnell den Computer gestartet und tausend Foren mit Rezeptideen durchstöbern. Auf einer Seite wurde ich fündig. Das hörte sich doch gut an: Putenbrust mit Orangen-Pfeffer-Soße (Link: http://www.chefkoch.de/rezepte/1525941257849358/Putenbrust-mit-Orangen-Pfeffer-Sosse.html).

Das Rezept passte ich auf die Anzahl der Personen an und druckte es aus. Ich schwang mich in mein Auto und steuerte den Schlachthof meines Vertrauens in Bochum an. Der Schlachtbetrieb Krümmel in Bochum bietet in seinem Werksverkauf stets zu günstigen Preisen die frischste Qualität. Leider musste ich umdisponieren. Die Truhe mit der Putenbrust war leer! Also griff ich mir einige Pakete Hühnerbrust, die vielleicht für mein geplantes Gericht sogar noch besser geeignet war.

Die Fleischstücke deponierte ich zunächst daheim im Tiefkühlfach und erst am Heiligabend nachmittags wechselten sie in den Kühlschrank, um dort langsam aufzutauen.

Als ich am 24. spät abends nach Hause kam ging es an die ersten Vorbereitungen. Die folgende Zubereitung gilt für ein Essen mit 7 Personen.

Zunächst mussten die Hühnerbrüste unter fließendem Wasser gründlich abgespült und anschließend mit Haushaltspapier trocken getupft werden.

Die Fleischstücke legte ich in zwei große Auflaufformen. Für die Marinade, in der das Fleisch über Nacht eingelegt werden musste, presste ich frische Orangen aus, bis ich 300 ml Saft daraus gewonnen hatte. Den Saft verrührte ich mit 150 ml Weißwein und einem großzügigen Esslöffel Sojasoße. Das Ganze goss ich vorsichtig über das Fleisch verteilt in die beiden Auflaufformen. Das Fleisch wanderte dann wieder in den Kühlschrank, um über Nacht richtig schön durchzuziehen.

Am Nachmittag des 25.12. ging es dann ans Eingemachte oder besser gesagt: ans Eingelegte! Die Marinade goss ich in einen großen Becher und tupfte das Fleisch vorsichtig trocken. In einer großen, tiefen Pfanne erhitzte ich Rapsöl (kann aber auch jedes andere Fett sein, denke ich) und gab die Hühnerbrüste hinein. Das Fleisch musste von allen Seiten kurz einmal scharf angebraten werden.

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Jetzt kam die Marinade wieder zum Einsatz. Mit ihr löschte ich das Fleisch ab.

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Die Hühnerbrüste wechselten wieder in die zwischenzeitlich gespülten Auflaufformen.

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Die Orangen-Weißwein-Sojasoßen-Marinade wurde ebenfalls wieder hineingegeben und für eine Stunde in den vorgeheizten Backofen geschoben. Ich denke mal, man hätte alles auch in der Pfanne weiter schmoren lassen können – vielleicht war es tatsächlich auch so gedacht gewesen – ich war aber der Meinung, dass im Backofen eine gleichmäßigere, schonendere Hitze herrschte.

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Nach einer Stunde war das Fleisch in der blubbernden Soße gar. Jetzt ging es an den eigentlichen Clou: Die Zubereitung der Soße. Hierfür benötigte ich wieder einmal die Marinade.

Die Beilage sollte an dieser Stelle nicht vergessen werden. Für sieben Personen setzte ich einen großen Topf auf und kochte rund 400 Gramm Langkornreis auf. In einem kleinen Topf ohne Fett rösteten gut 100 Gramm naturbelassene Cashewnüsse, die ich später unter den fertigen Reis mischte.

Jetzt aber zur Soße: Ich band sie mit etwas Mehl und würzte sie mit gemahlenen, grünen Pfeffer und kochte sie auf. Zum Schluss gab ich noch ein halbes Bund, frisch gehacktes Basilikum hinzu. Kurz abgeschmeckt und festgestellt, dass sie etwas zu säuerlich schmeckte. Um die Säure etwas zu neutralisieren gab ich einen Teelöffel Honig hinzu, was im Rezept so aber nicht vorgesehen war. Aber es half.

Das Gericht war fertig, die Gäste waren da und – begeistert. Ein einfaches Rezept mit wenig Kalorien und einer echt originellen Soße.

Hier noch einmal in Kurzform, was man für die Zubereitung benötigt:

Zutaten für 7 Portionen:

0,15 Liter

 

Weißwein

0,29 Liter

 

Orangensaft

1,17 EL

 

Sojasauce

1,17 kg

 

Putenbrustfilet

   

Salz und Pfeffer

35 g

 

Margarine

408 g

 

Reis (Langkornreis)

   

Salzwasser

2,33 TL

 

Pfeffer, grüner

0,58 Bund

 

Basilikum, gehackt

117 g

 

Cashewnüsse

etwas

 

Mehl