Gran Canaria 2012

Sonntag, 04.11.2012 – 1. Tag

Es war schon spannend.

Die Anreise begann ja quasi schon am Vortag. Am Bahnhof in unserer Heimatstadt fanden umfangreiche Baumaßnahmen an den Gleisen statt. Und so standen wir oben auf einem kalten, zugigen Bahngleis und mussten mitansehen, wie in regelmäßigen Abständen eine Verspätungsmeldung nach der anderen für unseren Zug ausgerufen wurde. Wir hatten schon wirklich einen großzügigen Zeitpuffer einkalkuliert, aber auch der schmolz unaufhaltsam dahin.

Endlich – nach über einer Stunde – kam unser Zug.

In Köln Hbf angekommen – das war klar – war unser Anschlusszug zum Flughafen weg. Der nächste wäre zu spät gewesen, um rechtzeitig am Check-In zu sein.
Also: Mit den Koffern schnell zum Taxi-Stand gehetzt, Taxi genommen und zum Flughafen gefahren.

wpid-dscf26202.jpg

Ab da lief dann alles reibungslos und um 4 Uhr morgens erhoben wir uns in die Lüfte.

Die Flugzeit betrug in dem Fall aufgrund starker Gegenwinde fünf Stunden. Und so setzten wir um 9:05 Uhr bzw. 8:05 Uhr Ortszeit auf dem schon warmen, fluffigen Asphalt der Landebahn von Las Palmas auf.

Es folgte das übliche Procedere: Warten auf die Koffer, Inempfangnahme durch die Reiseleiter, Transfer zu den Hotels und Check-In. Wir bezogen unsere Zimmer und machten erst einmal ein Power-Nap (früher nannte man so etwas mal „Nickerchen“). Wir waren ja immerhin schon über 20 Stunden auf den Beinen.

Nachmittags gingen wir eine kleine Runde spazieren und schauten uns schon einmal die Strände an.

Um 19.30 Uhr gab es Abendessen und anschließend gingen wir direkt ins Bett. Der Tag hatte echt an den Reserven gezehrt.

Montag, 05.11.2012 – 2. Tag

Ganz schön lange geschlafen. War wohl dem Vortag geschuldet. Nach dem Frühstück den ganzen Tag am Strand bzw. im Meer verbracht.

wpid-dscf26252.jpg

Der Wellengang war schon recht stark. Dem ein oder anderen wurden die Rippen geprellt als er sich gegen einen der Brecher warf.

wpid-dscf26402.jpg

Dienstag, 06.11.2012 – 3. Tag

Strandtag!

Mittwoch, 07.11.2012 – 4. Tag

Und noch einmal: Strandtag!

Donnerstag, 08.11.2012 – 5. Tag

Nach dem Frühstück wollten wir eigentlich mal nach einem Bus schauen, der uns zu dem Tierpark „Palmitos Park“ bringen sollte. Aber irgendwie lief da was schief. So spazierten wir von Playa del Inglés nach Maspalomas und irrten da rum. Eine deutsche Reiseleiterin erklärte uns dann auf Nachfrage wie wir da am besten hinkommen. Aber da war es schon recht spät am Tag und wir entschlossen uns, zurückzugehen und es auf einen anderen Tag zu verschieben.

Auf dem Rückweg wanderten wir noch durch die Dünen in Maspalomas. Da kam schon Wüsten-Feeling auf.

wpid-img_24201.jpg

Nach dem Abendessen spazierten wir noch an der Strandpromenade entlang und machten ein paar Fotos von der schön illuminierten Küstenregion.

wpid-dscf2655.jpg

Den Abend ließen wir in der Cocktailbar „Mono Beach Bar“ (http://de.canary2night.com/loc?id=36, https://www.facebook.com/pages/Mono-Beach-Shisha-Bar-Playa-Del-Ingles/149448335137291) ausklingen.

wpid-gran-canaria2012-larsi_0229.jpg

Freitag, 09.11.2012 – 6. Tag

Nach dem Frühstück taperten wir zum nahegelegenen Busbahnhof und bestiegen den 32er Bus nach Telde. Telde ist die zweitgrößte Stadt der Kanaren-Insel und wir liefen ein paar Stunden dort herum.

wpid-mg_2446.jpg

wpid-mg_2458.jpg

wpid-mg_2484.jpg

Vor der Kirche <Name> aßen wir noch ein Eis und schauten uns danach das pittoreske Gottesgebäude an. Am späten Nachmittag fuhren wir mit dem Bus No. 90 zurück nach Playa del Inglés.

wpid-mg_2499.jpg

wpid-mg_2502.jpg

wpid-mg_2504.jpg

Samstag, 10.11.2012 – 7. Tag

Heute mal wieder zum Relaxen einen Strandtag eingeschoben. Den Abend ließen wir noch einmal in den gemütlichen Korbstühlen der Mono Bar ausklingen.

Sonntag, 11.11.2012 – 8. Tag

Heute schoben wir noch einmal einen Strandtag ein. Auf dem Weg zum Beach wurden wir – wie jeden Tag eigentlich – von den sog. „Anreißern“ angesprochen. Sie sprechen Touristen an, um sie in die jeweiligen Bars zu locken. Dieser lief hinter uns her und wollte unser Interesse an einer Disko-Tour wecken. Unsere Gesten sollten eigentlich in ausreichender Form unser Desinteresse deutlich gemacht haben. Irgendwann wurden wir dann auf das Äußerste beschimpft, sinngemäß: „Für Euch Sch****-Deutschen lohnt es sich doch echt nicht, sich anzustrengen…usw.“). Na ja.

Montag, 12.11.2012 – 9. Tag

Bei einem örtlichen Anbieter mieteten wir einen kleinen Kia Picanto und fuhren zum bekannten „Palmitos Park“.

So ein Park hat ja schon was. Als erstes besuchten wir eine Delfin-Show, in der die Tiere eindrucksvolle Kunststückchen vorführten.

Noch atemberaubender fand ich jedoch die Greifvogelschau.

Am späten Nachmittag fuhren wir mit dem Auto noch ein wenig in die Berge.

Dienstag, 13.11.2012 – 10. Tag

Nach dem Frühstück stiegen wir in unser PS-Monster (45 PS) und fuhren in das Inselinnere. An Fataga vorbei fuhren wir zum Cruz de Tejeda. Die Aussicht war extrem schlecht. Der Ort war komplett in Wolken eingehüllt. Also, wieder ins Auto und weiter hoch zum Pico de las Nieves, dem mit 1.949 Metern höchstem Berg der Insel.

Der Gipfel befindet sich auf der Spitze eines erloschenen Vulkans im dünn besiedelten Inselinnern. Im Winter ist diese Erhebung manchmal schneebedeckt, was ihr zu ihrem Namen verholfen hat.

Aber auch hier war alles nebelverhangen. Ganz zum Gipfel kann man übrigens nicht. Auf ihm sind Abhöranlagen installiert worden und das militärische Gelände ist hermetisch abgeriegelt. Wir fuhren weiter zum Roque Nublo. Auf einem Parkplatz stellten wir unseren Wagen ab und wanderten den felsigen Fußweg hinauf zum „Wolkenfels“, so die Übersetzung seines spanischen Namens.

Der Roque Nublo war zur Zeit der Guanchen als Heiliger Berg von Bedeutung. Sie hatten hier einen Kultplatz errichtet, auf dem dem Sonnengott geopfert wurde. In Volksliedern wie dem vom Sombra del Nublo (Schatten des Wolkenfelsens) hat der Felsen bis heute große Bedeutung.[1][5]

Dort bot sich eine atemberaubende Aussicht. Von hier aus konnte man sogar den Teide, den höchsten Berg der Nachbarinsel Teneriffa, erkennen. Ein paar Zentimeter von unseren Füßen ging es mehrere hundert Meter in die Tiefe. Da kann einem schon mal etwas mulmig werden.

Zurück wieder im Auto peilten wir langsam wieder den Heimweg an. Vor uns fuhr auf einer engen Bergstraße ein einheimischer in seinem VW Golf im Schritttempo vor uns. Wir folgten ihm im gleichen Tempo und stellten fest, dass er angeregt telefonierte. An einer gut übersichtlichen und breiten Stelle, setzte ich den Blinker und überholte ihn. Das schien ihm nicht gefallen zu haben. Er riss ruckartig das Lenkrad zur Seite und drängte mich fast vor die Felswände. In letzter Sekunde schaffte ich es noch an ihm vorbeizufahren. Er warf wütend das Handy auf den Beifahrersitz, trat das Gaspedal durch und folgte mir mit Lichthupe und allem, was dazugehört. In einer Kurve überholte er mich und fuhr mit ca. 100 km/h (was da in den Bergen selbstmörderisch ist) davon.

In Fataga legten wir noch einen kurzen Stop auf ein Eis ein.

Mittwoch, 14.11.2012 – 11. Tag

Nach dem Frühstück wollten wir unser Auto natürlich nicht ungenutzt lassen und setzten uns in unseren kleinen Flitzer. Von Playa del Inglés fuhren wir nach Puerto Rico, einer vollkommen überlaufenen Touristenhochburg. Ich hielt an der Haltelinie an einem Kreisverkehr. Ein Radfahrer auf seinem Rennrad dachte aber wohl, ich wollte direkt durchfahren und rief mir zu: „Hey, you fucking tusser!“ Keine Ahnung, was das hieß. Wahrscheinlich: „Herzlich Willkommen, Fremdling!“ Ach nein. Ich hab zwischenzeitlich einmal etwas im Netz recherchiert. Es handelt sich wohl um einen isländischen Ausdruck und die Übersetzung dieses Ausspruches würde wohl dafür sorgen, dass dieser Artikel hier aus dem Netz gelöscht wird. Es handelte sich um eine relativ harsche Beleidigung, wenn man das mal euphemistisch so umschreiben möchte.

Wir fuhren weiter nach Mogan, ein Ort, der in unserem Reiseführer besondere Erwähnung fand. Wir verstanden aber nicht weshalb. Da gibt es nichts Interessantes. Von dort ging es weiter über La Aldea de San Nicolàs, nach Agaete, einem hübschen, kleinen, gepflegten Küstenstädtchen, wo wir uns ein Eis und Kaffee gönnten.

Agaete ist eine Gemeinde im Nordwesten der Kanarischen Insel Gran Canaria. Politisch gehört sie zur Provinz Las Palmas. Die meisten Einwohner leben im gleichnamigen Hauptort, der den Eingang zum Barranco de Agaete markiert. Agaete liegt westlich von Las Palmas und nordöstlich von Puerto Rico. Die Nachbargemeinden sind Gáldar im Nordosten und Artenara im Süden. Der Ortsteil am Hafen heißt Puerto de las Nieves. Der Ort ist aufgrund seiner fruchtbaren Kulturlandschaft stark landwirtschaftlich geprägt. Die Produkte wurden früher über Puerto de las Nieves verschifft.[2]

In Arcuras schauten wir uns noch eine Kirche an. Die meisten Touristen steuern den Ort wegen ihrer Lorbeerwaldschlucht an.

In Arcuras „der Hauptstadt der Bananen“ entstand im Jahre 1909 eine Kirche mit dem Namen San Juan Bautista. Der letzte Baustein wurde im Jahre 1977 gelegt. Der monumentale Bau zeugt von der Handwerkskunst der Steinmetze welche den blauschwarzen Basalt bearbeiteten. Sehr beeindruckend für die Touristen am ganzen Bau sind die drei Doppelportale, die riesengroßen Fensterrosetten über den Portalen, die hohen schlanken Säulen im Inneren und die filigranen Zierelemente am kompletten Bauwerk. Arcuras ist zwr nicht der Sitz vom Bischof jedoch wird die Pfarrkirche auch „Kathedrale“ genannt. Fährt man in die Nachbarstadt Montana de Acuras hat der Urlauber einen herrlichen Blick auf die Pfarrkirche, auf die Rumfabrik namens Arehucas sowie auf die gesamte Altstadt. Sehr beeindruckend ist auch der Blick über die malerischen Orte bis hin zum Meer. Dieser Ausblick lohnt sich. Aber wieder zurück in das Örtchen Arcuras Hier gehen ungefähr noch 50 Steinmetze ihrer beruflichen Tätigkeit nach. An den Häusern die sich rund um den Plaza San Juan befinden und in der kompletten Altstadt begegnet man immer wieder dem blauschwarzen Basalt der Kathedrale

Über Las Palmas fuhren wir weiter nach Hause. Obwohl das so nicht geplant war, wurde aus der anfänglichen kleinen Tour eine komplette Inselrundfahrt.

Donnerstag, 15.11.2012 – 12. Tag

Wir fuhren nach dem Frühstück nach Puerto de Mogan. Der Ort ist wirklich sehr schön. In dem Hafen liegen angetäut einige „bescheidene“ Motor- und Segelyachten. Wir hingegen lösten Tickets für eine U-Boot-Fahrt. Hatte ich vorher noch nie gemacht. Und so bewegte sich dieses quietschgelbe Unterwasserfahrzeug schaukelnd vom Kai weg und tauchte langsam ab und verließ den Hafenbereich und tauchte weiter auf rund 25 Meter ab. Viel gab es ehrlich gesagt nicht zu sehen. Ein paar Fische und ein paar Schiffswracks. Nach ca. 45 Minuten krochen wir über eine kleine Leiter wieder ins Freie.

In einem kleinen Restaurant aßen wir noch Schwert- und Adlerfisch zu Mittag und setzten unseren Ausflug fort. Wir fuhren weiter über Mogan noch einmal zum Cruz de Tejeda und weiter hoch zum Pico de las Nieves. Diesmal hatte es sich gelohnt. Die Fernsicht war überwältigend.

Über Telde fuhren wir wieder zurück zu unserem Heimatort, wo wir ein paar Souvenirs für die Lieben daheim einkauften.

Freitag, 16.11.2012 – 13. Tag

Nach dem Frühstück lieferten wir unser Fahrzeug an der Mietstation ab und gingen zum Strand. Es war allerdings ziemlich bedeckt und windig. Somit war es dann auch nicht so angenehm im Wasser.

Samstag, 17.11.2012 – 14. Tag

Noch einen Strandtag eingelegt und abends Koffer gepackt.

Sonntag, 18.11.2012 – 15. Tag

Rückflug.

Quellenangaben

http://de.wikipedia.org/wiki/Roque_Nublo
http://de.wikipedia.org/wiki/Agaete
http://www.kanaren-traeume.de/kanaren_orte_staedte_gran_canaria#Arcuras
http://de.wikipedia.org/wiki/Pico_de_las_Nieves

Advertisements