Chorkonzert zum Weihnachtsausklang in St. Elisabeth | 13.01.2013

von zwehni

Ein Projektchor der St. Elisabeth-Gemeinde in Bochum Gerthe und Mitglieder der Bochumer Symphoniker führten unter Leitung von Hans-Joachim Dudak am Sonntag, den 13. Januar 2013 aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach die Kantaten III- VI auf.

Mitwirkende:

Marlies Buchmann, Sopran

Marlies Buchmann studierte Gesang bei Lajos Kendi an der Hochschule für Musik Detmold, Rudolf Bautz an der Musikhochschule Köln und Anne Lafeber. Sie war Stipendiatin der Richard-Wagner-Stiftung. Meisterkurse bei Elisabeth Schwarzkopf und Agnes Giebel rundeten ihre Ausbildung ab. 1993 legte sie ihre künstlerische Reifeprüfung mit Auszeichnung ab, 1995 das Konzertexamen. Seither war sie bis zur Schließung des Instituts im Jahr 2007 als Dozentin für Gesang und Stimmbildung an der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius in Aachen tätig, seit Sommer 2000 außerdem als Stimmbildnerin des Aachener Domchores und seit 2004 als Fachleiterin für Gesangsmethodik an der Abteilung Aachen der Kölner Hochschule für Musik.
Marlies Buchmann wirkte in einer Vielzahl von Opernproduktionen mit und trat außerdem mit vielbeachteten Konzerten, Liederabenden und CD-Einspielungen hervor.

Ursula Kirchhoff, Alt

Ursula Kirchhoff, geboren 1964 in Bottrop, studierte Katholische Kirchenmusik in Düsseldorf mit dem Abschluß A-Examen (Orgel Prof. H. Callhoff) sowie Gesang mit dem Abschluß der Künstlerischen Reifeprüfung (Klasse Prof. B. Dürler). Sie ist seit 1989 als Kirchenmusikern in Bottrop tätig. Seit 1998 ist sie Propsteikantorin der Gemeinde St. Cyriakus. Sie ist als Organistin und Sängerin sowie als Gesangspädagogin im Ruhrgebiet und darüber hinaus tätig und veranstaltet in der Gemeinde St. Cyriakus regelmäßig Chor- und Oratorienkonzerte.

Walter Drees, Tenor
Bernhard Effern, bass
Herbert Gebker, Orgel
Projektchor St. Elisabeth
Mitglieder der Bochumer Symphoniker

Leitung: Hans-Joachim Dudak

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Bernhard Effern setzte mit seinem Bass wohlphrasierte Akzente

Die Popularität des Weihnachtsoratoriums hat einen Grund in der Geschichte, die es erzählt: Die „schönste Geschichte der Welt“ nennt man sie zu Recht. Ein zweiter Grund ist ohne Zweifel die Musik Johann Sebastian Bachs, die uns in das Geheimnis der Menschwerdung Gottes einführt. Es ist einer unerhörte Geschichte, die mit den Legenden um die Geburt des Gottessohnes ihren Anfang nimmt. Johann Sebastian Bach hat mit seiner Musik hörbar gemacht, was wir Christen bekennen.

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Für uns Menschen und zu unserem Heil ist er vom Himmel gekommen, hat Fleisch angenommen von der Jungfrau Maria und íst Mensch geworden“

Unklar ist, wem wir den Text des Kantatenwerkes verdanken. Vermutlich hat Peter Henrici (alias Picander) daran mitgewirkt. Das Parodieverfahren, die Verwendung weltlicher und geistlicher Kompositionen Bachs aus anderen Zusammenhängen, machte jedoch starke Anpassungen desTextes an die Musik notwendig, dass Bach möglicherweise die Dichterieistung ebenfalls für sich reklamierte. Das wäre zumindest insoweit gerechtfertigt, als Bach in Text und Musik ein ihn kennzeichnendes theologisches spirituelles Verständnis der Weihnachtsbotschaft zum Ausdruck bringt.

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„Wo, wo ist der neugeborne König der Jüden?
Such ihn in meiner Brust,
hier wohnt er, mir und ihm zur Lust!“

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Was hier erzählt wird, ist kein längst vergangenes, historisches Geschehen. Die Menschwerdung Gottes geschieht da, wo jemand einlässt, wo sich ein Mensch auf Gott einlässt

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Bachs Musik will bewusst „bewegend“ seın. Verschiedene musikalische Formen, wie sie die Liturgie verlangt kommen ım Kantatenwerk zusammen: Große Chormotetten zur Eröffnung, die Rezitative des Evangelisten, der mit dem Worten der Bibel das Geschehen erzählt, die musikalische Prosa der Orchesterbegleitung zu diesen Erzählungen und die die lyrischen Arien, in denen die gläubige Seele ihre Gefühle zum Ausdruck bringt Der Schlusschoral einer jeden Kantate bündelt die Botschaft; am Ende des Werkes klingt in der Melodie des Passionsliedes schon die Leidensgeschichte des Gottessohnes an.

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Die Kirchengemeinde, respektive die Chorgemeinschaft, lädt übrigens jeden, der Freude an der Kirchenmusik hat und bereit ist, sich für diese wertvolle Aufgabe einzusetzen zum Mitsingen ein.

Quellen:

http://www.pfarrei-liebfrauen.de/?q=node/175
Begleitheft zum Weihnachtsoratorium, Seite 1
http://de.wikipedia.org/wiki/Marlies_Buchmann
http://www.orgelplus.de/010112-2.html

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